News


Neuraminidase könnte Potenzial für Universal-Grippeimpfstoffe haben

21.06.2018
Jedes Jahr werden die Impfstoffe gegen Influenzaviren beim Menschen neu zusammengestellt. Dabei kommen in den aktuell verwendeten Grippeimpfstoffen besonders die Bestandteile des Virusoberflächenproteins Hämmagglutinin zum Einsatz. Der Nachteil dabei ist, dass dieses Antigen im Verlaufe der Grippesaison seine Oberflächenstruktur ändern kann und die Impfstoffe im schlimmsten Fall keinen ausreichenden Immunschutz gegen die zirkulierenden Viren erzeugen. Deshalb ist man im Paul-Ehrlich-Institut (PEI) gemeinsam mit Forschern des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) und des Instituts für Virologie und Immunologie in Mittelhäusern, Schweiz, der Frage nachgegangen, inwieweit sich auch das Oberflächenprotein Neuraminidase für Impfstoffe eignen kann. Dieses Oberflächenantigen verändert sich weniger stark als das Hämmagglutinin. Allerdings war die immunogene Wirkung des Proteins bisher kaum untersucht worden. In Versuchen haben die Forscher einen entsprechenden Impfstoff getestet. Ebenso wurde ein impfstoff mit Hämmagglutinin entwickelt. Ergebnis war, dass die mit dem Neuraminidase-Impfstoff geimpften Mäuse und Frettchen gegenüber den Influenzaviren mit dem identischen Neuraminidase-Subtyp ebenso gut geschützt waren wie die Tiere, deren Impfung sich gegen das exakt passende Hämagglutinin- Protein gerichtet hatte. "Unsere Ergebnisse legen nahe, dass Neuraminidase-Antigene durchaus das Potenzial besitzen, einen Beitrag zur Entwicklung von Grippeimpfstoffen mit einem breiteren Schutz zu leisten", erläutert Veronika von Messling vom PEI die Ergebnisse.



Klöckner zieht 100-Tage-Bilanz

21.06.2018
Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) hat eine Bilanz gezogen, nachdem sie seit 100 Tagen im Amt ist. Zu dem, was man seit Amtsantritt erreicht habe, gehört u.a., dass man die Weichen für die Einführung eines staatlichen Tierwohlsiegels gestellt hat. Hierzu wurde ein entsprechender Gesetzentwurf für die Einführung einer dreistufigen Kennzeichnung erstellt. Nach Durchführung der Länder- und Verbändeanhörung, die bereits eingeleitet wurde, soll der Gesetzentwurf ins Kabinett eingebracht werden. Im Bereich der Risikovorsorge bei Tierseuchen verweist die Ministerin darauf, dass das Bundesjagdgesetz und das Tiergesundheitsgesetz geändert wurden, um die Vorbeuge gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) zu vereinfachen und im Falle eines Ausbruchs das Krisenmanagement zu verbessern. Als nächste Schritte sind hier die ständige Überprüfung der Reaktionsfähigkeit im Falle eines Ausbruchs sowie die intensive Weiterführung der Informationsmaßnahmen geplant. Daneben will man auf internationaler Ebene weitere Verhandlungen führen, um im Falle des Seuchenausbruchs den Schaden zu begrenzen. Weitere Punkte, in denen die Ministerin bereits Erreichtes und die weiteren Ziele aufführt, sind u.a. die Weiterentwicklung der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik, die Stärkung ländlicher Räume, aber auch das Verbot der Neonikotinoide zum Bienenschutz.

BMEL

Trockene Landschaften können zur Verbreitung von Krankheiten beitragen

21.06.2018
Üblicherweise geht man davon aus, dass sich kranke Tiere weniger bewegen und weniger fressen. Deshalb haben sie auch eher weniger Kontakt zu anderen Tieren und man könnte davon ausgehen, dass das Risiko, dass sie Krankheiten auf andere Tiere übertragen, sinkt. Wissenschaftler des Berliner Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierkunde (IZW) haben in einer Simulation überprüft, ob nicht auch der gegenteilige Fall eintreten kann, kranke Tiere sogar zu einer verstärkten Verbreitung von Krankheiten beitragen können. Dies kann tatsächlich der Fall sein und daran beteiligt ist die Landschaft, in der die Tiere leben. In einer trockenen Landschaft, in der die Tiere üblicherweise nur eine Wasserstelle aufsuchen, werden sie im Falle einer Erkrankung näher an der Wasserstelle bleiben. Damit steigt aber auch die Möglichkeit, dass sie häufiger Kontakt zu anderen Tieren haben. Und mit häufigerem Kontakt steigt auch das Risiko der Krankheitsübertragung. Mit der Simulation konnten die Forscher zeigen, dass die Landschaft, in der die Tiere leben, Auswirkungen auf die Krankheitsübertragung haben kann.

IZW Berlin


Mikroben als umweltfreundliches Proteinfutter für Nutztiere

21.06.2018
Ein Problem in der Nutztierhaltung ist die Herstellung von proteinreichem Futter. Hier kommt es zu unangenehmen Folgen für die Umwelt. Eine Alternative könnte die Züchtung von proteinreichen Mikroben als Proteinfutter im Labor sein. Dies hat man in einer Studie am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) untersucht. Würde es gelingen, nur zwei Prozent des Viehfutters durch Mikroben zu ersetzen, könnten bereits sieben Prozent der landwirtschaftlichen Treibhausgasemmissionen vermieden werden. Dabei würden die Mikroben im Labor produziert, was zu einer Einsparung der landwirtschaftlichen Nutzfläche um fünf Prozent führen würde. "In der Praxis könnten gezüchtete Mikroben wie Bakterien, Hefen, Pilze oder Algen proteinreiche Pflanzen vom Acker wie Sojabohnen oder Getreide ersetzen. Entwickelt wurde diese Methode ursprünglich während des Kalten Krieges für die Raumfahrt. Energie, Kohlenstoff und Stickstoffdünger werden dabei im Labor zur industriellen Produktion proteinreicher Mikroben eingesetzt", erklärt Ilje Pikaar von der University of Queensland in Australien. Die Produktion der Mikroben bleibt jedoch auch nicht ohne Folgen. Denn je nach Produktionsmethode entstünde ein extrem hoher Energiebedarf oder sogar ein Anstieg der Stickstoffbelastung. "Trotz der positiven Ergebnisse ist klar, dass eine Umstellung auf mikrobielles Protein aus dem Labor allein nicht ausreicht, um unsere Landwirtschaft nachhaltig zu verändern", sagt Alexander Popp vom PIK. Um die Umweltauswirkungen der Lebensmittelversorgungskette wirksam zu reduzieren, seien große strukturelle Veränderungen im Agrar- und Ernährungssystem genauso nötig wie Veränderungen bei der Ernährung selbst hin zu mehr Gemüse.

idw


Milben als Verantwortliche für Hauterkrankungen bei Hund und Katze

21.06.2018
Neben den weithin bekannten Hautparasiten wie Flöhe und Zecken müssen auch Milben als Verursacher besonders von Hauterkrankungen bei Hund und Katze im Auge behalten werden. Darauf weist der Bundesverband für Tiergesundheit e.V. (BfT) hin. Vergleichsweise harmlose Vertreter sind dabei Ohr- oder Grasmilben. Besonders schwere Krankheitsverläufe können dagegen bei einem Befall mit Demodex-Milben vorkommen. Die Demodikose zählt zu den zehn am häufigsten beim Hund vorkommenden Hauterkrankungen. Da die Milben tief in den Haarbälgen sitzen, werden sie auch als Haarbalgmilben bezeichnet. Infiziert werden die Hunde meist bereits unmittelbar nach der Geburt und die Milben werden fast ausschließlich von der säugenden Hündin auf die Welpen übertragen. Eines der besonders typischen Krankheitssymptome ist der Haarausfall rund um die Augen, so dass es aussieht, als hätten die Tiere eine Brille auf. Meist tritt die Krankheit bereits im Alter von bis zu 18 Monaten auf. Grundsätzlich ist die Behandlung eines Befalls mit Demodex-Milben behandelbar. Allerdings ist die Behandlung recht langwierig und muss nach Diagnose unter engmaschiger Kontrolle durch den Tierarzt durchgeführt werden. Glücklicherweise sind die Demodex-Milben von Hund und Katze nicht auf den Menschen übertragbar.

BfT e.V.

Eier-Rückruf wegen Salmonellen-Befall 21.06.2018
Neues European College für veterinärmedizinische Sportmedizin und Rehabilitation an der Vetmeduni Wien 20.06.2018
Betriebsleiter können Eintragsrisiko für Geflügelpest jetzt online testen 20.06.2018
Vorbereitungen für staatliches Tierwohllabel in Arbeit 20.06.2018
ASP-Jagdmaßnahmen in Mecklenburg-Vorpommern greifen 20.06.2018
Mehr Bienenvölker in Baden-Württemberg 20.06.2018
Internationale Zusammenarbeit will Tollwut beim Menschen auf Null reduzieren 19.06.2018
Tierarzneimittelrückstände in der EU weiter auf niedrigem Niveau 19.06.2018
BVD-Virämiker sind immer noch ein Thema 19.06.2018
Seltener Fall von Kuhpocken in Wales 19.06.2018
2022: IPVS in Leipzig 18.06.2018
EIA bei mehreren Pferden in Texas nachgewiesen 18.06.2018
Wolfsmanagement in Österreich soll neu organisiert werden 18.06.2018
BHV1 im nordrhein-westfälischen Kreis Heinsberg 18.06.2018
Mecklenburg-Vorpommern: Investitionsmittel für Tierheime ausgeschöpft 18.06.2018
Zahl der Schweine in NRW rückläufig 18.06.2018
Antarktisches Eis schmilzt dramatisch 15.06.2018
BfT - Impfungen sind Gesundheitsstandard 15.06.2018
Afrikanische Schweinepest erreicht Rumänien 15.06.2018
Volksbegehren gegen Massentierhaltung in der Schweiz 14.06.2018
Klimawandel könnte für dramatische Schwankungen bei Ernteerträgen sorgen 14.06.2018
Elefanten-Herpes-Virus im Tierpark Hagenbeck 14.06.2018
Einfachere Mitmachmöglichkeiten beim Mückenatlas 14.06.2018
Experten rechnen mit deutlich wachsender Milchproduktion und stabilen Preisen 13.06.2018
Schweizer Parlament bekommt 115.000 Unterschriften zur Einführung einer Kastrationspflicht von Katzen 13.06.2018

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