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15.10.2019: Schlechte Stimmung in der Landwirtschaft

Die Stimmung in der Landwirtschaft ist so schlecht wie lange nicht mehr. Dies belegen die aktuellen Zahlen des Konjunkturbarometers Agrar. Bereits in den vorherigen Erhebungen im März und Juni 2019 hatte sich die Stimmung in der Landwirtschaft deutlich eingetrübt. Laut der aktuellen, repräsentativen Umfrage hat sich die wirtschaftliche Stimmungslage der Betriebe nun allerdings noch einmal erheblich verschlechtert. „Diese Ergebnisse sind ein sehr deutlicher Beleg für die schwierige wirtschaftliche Situation und eine hochgradige
Verunsicherung der Landwirte. Die deutsche Landwirtschaft befindet sich klar im Abschwung. Wir Bauern brauchen verlässliche Rahmenbedingungen, damit wieder Zukunftsinvestitionen getätigt werden können“, sagt der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied. Die schlechte Stimmung drückt auch die Investitionsbereitschaft der Landwirte. Nur 30 Prozent von ihnen wollen in den kommenden sechs Monaten investieren. Besonders die Investitionen in Tierwohl fördernde Ställe sind aktuell sehr verhalten.

15.10.2019: Meldesystem von Risikoereignissen in der Versuchstierkunde

Die Fehlerdatenbank für Tierversuche der Stabstelle Tierschutz am Universitätsklinikum Jena erhält den Thüringer Tierschutz-Preis. Das Projekt CIRS-LAS ist ein europaweites anonymisiertes Meldesystem von Risikoereignissen in der Versuchstierkunde, das hilft, Fehler zu vermeiden und die Versuchszahl zu minimieren. Der Preis wurde am 14. Oktober von der Thüringer Sozialministerin Heike Werner in Erfurt an Dr. Sabine Bischoff, Leiterin der Stabstelle Tierschutz am Universitätsklinikum Jena, übergeben. "Ihr" Fehlermeldesystem für die Versuchstierkunde erfasst europaweit Zwischenfälle und Komplikationen im Rahmen von Versuchsvorhaben und der Haltung und Zucht von Versuchstieren. „Trotz hoher Standards in
der Versuchstierkunde kann es zu unerwarteten Ereignissen kommen oder etwas kann schief gehen. Zum Schutz unserer Tiere sollten wir aus diesen kritischen Ereignissen lernen! Einen offenen und konstruktiven Umgang mit kritischen Ereignissen oder Fehlern halte ich für enorm wichtig, um zu verhindern, dass sie erneut passieren“, so Bischoff. Die Meldungen werden dazu vom Projektteam ausgewertet und die Informationen zusammen mit Lösungsansätzen, Tipps und bewährten Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit im tierexperimentellen Bereich registrierten Nutzern zugänglich gemacht. Außerdem werden über das Portal auch Seminare und Weiterbildungen angeboten.

15.10.2019: EU-Netzwerktreffen zur Antibiotikaresistenz in Brüssel

Vertreter der öffentlichen Gesundheit und der Tiergesundheit aus allen 28 EU-Ländern sowie Experten der Kommission und EU- Agenturen werden am heutigen Dienstag (15.10.2019) in Brüssel zu ihrem halbjährlichen Treffen des AMR One-Health-Netzwerkes der EU zusammenkommen. Hier werden die Ergebnisse der jüngsten Überwachungsumfrage von WHO, OIE und FAO zur Umsetzung des AMR-Globalaktionsplans vorgestellt, um eine Bestandsaufnahme der
erzielten Fortschritte vorzunehmen. Weiterhin stehen die neuesten Schlussfolgerungen des Rates und die Ergebnisse der Ministerkonferenz zu AMR im Fokus der Diskussionen. Zudem wird die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) gemeinsam mit der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und dem Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) ihre jeweiligen Aktivitäten im Kampf gegen AMR präsentieren.

15.10.2019: Klöckner fordert umfassenden Aktionsplan zur Bestandssicherung in der Ostsee

Die Fangquoten in der Ostsee geben immer wieder Anlass zu heftigen Diskussionen zwischen Fischern, Politikern und Umweltschützern. Während die Umweltschützer auf Nachhaltigkeit und auf eine Erholung der Bestände pochen, setzen die Fischer vor allem ihr persönliches Ein- und Auskommen in den Vordergrund. Aufgabe der Politik ist es, die Anliegen beider Parteien zum Wohle von Land und Leuten abzuwägen und eine Entscheidung zu treffen, die möglichst noch EU-konform ist. Genau dies hat Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) auf der Tagung des Agrarrates in Luxemburg versucht. „Die Umsetzung der drastischen Kommissionsvorschläge würde bei Teilen der deutschen Ostseefischer und deren Familien zu einer dramatischen Situation führen.
Ebenso ist die Kürzung des Tagfanglimits für den westlichen Dorsch von sieben auf zwei Fische nicht angemessen. Sie würde die für den Tourismus in den Küstengemeinden sehr wichtige Freizeitfischerei erheblich beeinträchtigen", so Klöckner. Gleichzeitig betonte sie, dass eine Reduzierung der Fangmengen für eine nachhaltige Bestandserholung und somit für die Sicherung eines langfristig stabilen Ertrags zwingend notwendig sei. Dennoch sprach sie sich beim westlichen Hering und beim westlichen Dorsch für höhere Fangquoten aus als von Meeresexperten empfohlen wird. Sie forderte die EU-Kommission auf, einen umfassenden Aktionsplan zu erstellen, der die vielfältigen Ursachen des schlechten Zustandes der Bestände berücksichtigt.

14.10.2019: ARD: Unfassbare Tierquälerei in Hamburger Tierversuchslabor

Am kommenden Dienstag, 15.10.2019, berichtet das ARD-Magazin „Fakt" um 21.45 Uhr über ein Tierversuchslabor vor den Toren Hamburgs, das Laboratory of Pharmacology an Toxicology (LPT). Angekündigt sind grauenvolle Versuche an Affen und Hunden, die ein Tierschützer der Tierschutzorganisation SOKO aufnehmen konnte, als er als Mitarbeiter eingestellt wurde. Einige der unerträglich qualvollen Bilder veröffentlichte die Hamburger Morgenpost bereits. Die Tierschützer haben inzwischen das LPT sowie das zuständige Veterinäramt angezeigt, das nichts gegen die
Gesetzesverstöße an dem Mitgeschöpf Tier unternommen habe. Inzwischen habe die für die Kontrolle zuständige Behörde aufgrund des wachsenden Drucks ein Verfahren gegen LPT eingeleitet. Die Tierschützer fordern von den Behörden ein unverzügliches und hartes Durchgreifen und das Entziehen der Betriebserlaubnis. Laut den Tierschützern ist LPT jedoch kein Einzelfall. Außerdem ist die Politik gefragt, die Sachkunde derer, die Tierversuche durchführen, klar zu regeln. Viele Mitarbeiter solcher Tierversuchslabore sind nicht mal ausgebildete Tierpfleger.

Hinweis

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Zulassungspflicht für Betäubungsgeräte

Was halten Sie von der geforderten Zulassungspflicht für Betäubungsgeräte?

Ich unterstütze die Forderung uneingeschränkt.
Unglaublich, dass solche Geräte bislang nicht zugelassen werden müssen.
Eine Überprüfung von Seiten des Schlachthofs reicht aus.
Das ist nur wieder eine neue Schikane und ein Wettbewerbsnachteil.