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13.05.2019: Milchviehhalter wehren sich gegen Qualzuchtvorwürfe

Der Bundesverband Bundesverband Rind und Schwein e. V. (BRS) wehrt sich gegen Vorwürfe, dass die Milchviehhalter Turbokühe züchten und diese dann verheizen würden. Dazu verweist der BRS auf Zahlen, die bereits zum Teil seit den 50er Jahren erhoben werden. Der BRS gibt an, dass im Jahr 2017 gut 4,19 Millionen Milchkühe in Deutschland gehalten wurden. Die Tiere, die in eine Leistungskontrolle eingebunden waren, gaben im durchschnitt 8.500 Kilogramm Milch pro Jahr. Dies waren 87 Prozent aller in Deutschland gehaltenen Kühe. Der Leistungsdurchschnitt aller Kühe betrug 7.700 Kilogramm . Dies bedeutet, verglichen mit der Leistung des Jahres 1950, als die Tiere durchschnittlich 2.600 Kilogramm Milch lieferten, eine erhebliche Steigerung. Für diese Steigerung werden verschiedene Ursachen angeführt. Dazu gehören verbesserte Haltungsbedingungen, eine verbesserte Fütterung, Managementhilfen und natürlich
auch der Zuchtfortschritt. Den Vorwurf, dass die Kühe verheizt würden und eine immer kürzere Lebensdauer aufweisen würden, weist der BRS mit einem Zahlenvergleich zurück. Seit 1994 wird das Abgangsalter der Kühe systematisch erfasst. Seitdem ist das Abgangsalter kaum gesunken. Gleichzeitig ist aber das Erstakalbealter der Tiere gesunken, so dass die Nutzungsdauer eines Tieres als Milchkuh sogar angestiegen ist. Zudem weist der BRS darauf hin, dass man seit 1998 bereits neben dem Zuchtziel Milchleistung weitere funktionale Merkmale wie die Nutzungsdauer, die Fruchtbarkeit, die Eutergesundheit und die Stoffwechselstabilität in die Zucht eingebunden hat. Denn grundsätzlich sei es das Ziel einer jeden Zucht, vitale Tiere zu züchten, die unter zukünftig zu erwartenden Produktionsbedingungen einen Gewinn für den Betrieb sicherstellen können.

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