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21.05.2019: Auffällig hohe Suizidrate unter europäischen Landwirten

Nach der Auswertung von Selbstmorden in den Jahren 2007 bis 2011 durch die staatliche französische Gesundheitsbehörde Santé Publique France (SPF) wurden alarmierende Zahlen veröffentlicht: demnach ist die Suizidrate bei Landwirten um 20 Prozent höher als in der restlichen Bevölkerung, bei Milcherzeugern sind es 30 Prozent mehr. Laut Informationen von Agrarheute führen niedrige Preise, steigende Kosten, die extremen Wetterlagen und der ökonomische Druck dazu, dass in Frankreich an jedem zweiten Tag ein Landwirt Selbstmord begeht. Der Verband der europäischen Landwirte und Genossenschaften (COPA-COGECA) fordert neben einer verbesserten finanziellen
Unterstützung mehr gesellschaftliche Anerkennung des Berufsstandes, denn auch in anderen europäischen Ländern sieht die Situation kaum anders aus. Besonders kleine Betriebe seien durch die geplanten Kürzungen der EU-Mittel gefährdet. Auch in der Schweiz sorgen Zukunftsangst und Probleme mit der Nachfolgeregelung für ein hohes Selbstmord-Risiko bei Landwirten, das 37 Prozent höher ist als bei anderen Männern aus ländlichen Gegenden, wie eine Untersuchung der Universität Bern ergab. Benno Winkler vom Schweizer Netzwerk "Hofkonflikt" rät den Angehörigen: „Thema ansprechen, rasch Hilfe holen, nicht tabuisieren und nicht glauben, sie seien die einzigen."

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Zulassungspflicht für Betäubungsgeräte

Was halten Sie von der geforderten Zulassungspflicht für Betäubungsgeräte?

Ich unterstütze die Forderung uneingeschränkt.
Unglaublich, dass solche Geräte bislang nicht zugelassen werden müssen.
Eine Überprüfung von Seiten des Schlachthofs reicht aus.
Das ist nur wieder eine neue Schikane und ein Wettbewerbsnachteil.