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23.05.2019: Trotz gestiegener Milchpreise müssen immer mehr Betriebe aufgeben

Die letzte große Milchkrise ist drei Jahre her. Zahlreiche Milchbauern in Deutschland verschulden sich jedoch weiter, da die Erzeugerkosten nach wie vor höher sind als die erzielten Milchpreise. Als Folge dieser Entwicklung geben immer mehr Bauern ihre Höfe auf, wie Proplanta zu berichten weiß. Der Empfehlung der Politik, von konventioneller auf Bioproduktion umzustellen, folgen nur wenige Bauern, da hier die Erzeugerkosten noch höher sind und zudem die Nachfrage nach Biomilch seitens der Verbraucher nicht gleichzeitig mit dem Angebot wächst. „Wir haben Betriebe, die an einer Umstellung auf Bio interessiert sind, und keine Molkerei finden, die ihnen die Milch abnehmen würde“, erklärt Claus Schnakenberg, Agrarberater und Milchexperte
im Bremer Umland. Geplante Kürzungen der EU-Agrarzuschüsse verschärfen die Situation zunehmend. „Den Strukturwandel in der deutschen Milchwirtschaft haben wir seit 70 Jahren, keine Politik hat das aufhalten können“, ergänzt Torsten Hemme, Direktor des Forschungsinstituts für Milchwirtschaft IFCN in Kiel. In Schleswig-Holstein habe sich die Zahl der Milchbauern seit den 50er Jahren mehr als halbiert, ein Trend, der sich auch in anderen europäischen Ländern zeige. „Das Problem ist, dass die Betriebe im Schnitt über die letzten fünf Jahre keine Vollkostendeckung erreichen“, fasst Schnakenberg zusammen. Als Folge der Verschuldung würden viele Milcherzeuger Liquiditätsprobleme bekommen.


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Zulassungspflicht für Betäubungsgeräte

Was halten Sie von der geforderten Zulassungspflicht für Betäubungsgeräte?

Ich unterstütze die Forderung uneingeschränkt.
Unglaublich, dass solche Geräte bislang nicht zugelassen werden müssen.
Eine Überprüfung von Seiten des Schlachthofs reicht aus.
Das ist nur wieder eine neue Schikane und ein Wettbewerbsnachteil.