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Bundestag diskutiert über Abschaffung des Tierarztvorbehaltes bei Isoflurannarkose von Ferkeln

04.06.2019
Am Mittwoch diskutiert der Bundestag erstmalig über die vom Bundeskabinett vorgelegte Ferkelbetäubungssachkundeverordnung. Durch die Verordnung soll die Ferkelkastration unter Isoflurannarkose "stalltauglich" für Landwirte gemacht werden. Damit würde die bisher geltende Bestimmung, dass nur Tierärzte diesen Eingriff durchführen dürfen, hinfällig werden. Die Deligierten der Bundestierärztekammer lehnen die Durchführung der Narkose mit Isofluran bei der Ferkelkastration durch sachkundige Personen entschieden ab. Vorbereitung und Durchführung von Narkosen, die Nachsorge des Patienten sowie das Erkennen und Behandeln von Narkosezwischenfällen erfordern tierärztlichen Sachverstand, erklärt Dr. Uwe Tiedemann, Präsident der BTK. Voraussetzung dafür ist das Studium der Tiermedizin. Nicht ohne Grund sei in Deutschland die Durchführung von Narkosen bei Wirbeltieren Tierärzten vorbehalten (§ 5 Tierschutzgesetz). An diesem Sachverhalt würden auch wirtschaftliche Interessen nichts ändern. Auch die Tierschutzorganisation Vier Pfoten appellierte ebenfalls an die Agrarausschussmitglieder des Bundestages, der Verordnung nicht zuzustimmen. Stattdessen sollten die Politiker dem Rat der Experten vom Friedrich-Loeffler-Institut folgen und Alternativen zur Isofluran-Betäubung fördern. Dies sind sowohl die Jungebermast als auch die Impfung gegen Ebergeruch.
topagrar.de
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