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14.06.2019: Studie zur veterinärmedizinischen Versorgungsdichte in Österreich erschienen

Die Veterinärmedizin leistet einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft, indem sie für das Wohlergehen von Tier und Mensch, sowohl durch präventive als auch kurative Maßnahmen und akute Seuchenbekämpfung sorgt. Somit sind Tierärzte und Tierärztinnen Garanten der Lebensmittelsicherheit. Allerdings sind die verschiedenen Arbeitsbereiche in der Veterinärmedizin sehr unterschiedlich repräsentiert. Nur etwa ein Drittel der VeterinärmedizinerInnen arbeitet in Nutztier- und Gemischtpraxen, so dass im Nutztierbereich die aktuelle Versorgung von den VeterinärmedizinerInnen in allen Bundesländern als eher unterversorgt eingeschätzt wird. Es ist nicht auszuschließen, dass es in manchen Spezialisierungsbereichen und schwer erreichbaren Gebieten Probleme mit der Versorgung geben wird. Dies sind die Ergebnisse einer Studie, die von Kurt Frühwirth, Präsident der Österreichischen Tierärztekammer (ÖTK), in einem Pressegespräch vorgestellt worden sind. Erschwerend hinzu kämen demnach die anstehende Pensionierungswelle und gleichzeitig die Schwierigkeiten, TierärztInnen in ländlichen und infrastrukturschwachen Regionen zu rekrutieren. Aber auch bei der Besetzung von Not- und Bereitschaftsdiensten gäbe es immer wieder Probleme. Um weiterhin österreichweit eine bestmögliche flächendeckende veterinärmedizinische
Versorgung zu gewährleisten, hat die Vetmeduni Vienna die Initiative VetRegioVetmedAustria ins Leben gerufen. Dadurch sollen Studierende frühzeitig – etwa durch Praktika und durch wissenschaftliche Arbeiten – mit den ländlichen Regionen vernetzt werden, um sie darin zu bestärken, sich nach ihrem Studium dort niederzulassen. Im Jahr 2017 gab es etwa 3.100 aktive TierärztInnen in Österreich, und damit um 300 mehr als noch im Jahr 2010. Mit 0,36 TierärztInnen pro 1.000 Einwohner liegt die TierärztInnendichte in Österreich (Stand 2014) geringfügig unter dem europäischen Durchschnitt von 0,38. In Deutschland liegt der Wert bei 0,33. „Wir stehen vor der Herausforderung, dass trotz hoher TierärztInnenzahlen nicht genügend VeterinärInnen in Bereichen der tierärztlichen Versorgung arbeiten können oder wollen. Die Gründe dafür sind vielfältig. Dementsprechend kann dieses Problem auch nicht mit einer Maßnahme gelöst werden, sondern benötigt ein Bündel an vielfältigen Ansätzen – vielmehr einen Masterplan, der zwingend gesamtheitlich umgesetzt werden muss. Um Wirkung zu entfalten, dazu braucht es aber auch einen Schulterschluss zwischen Bund, Ländern, Gemeinden und der Universität“, so Frühwirth. Gleichzeitig appellierte er an alle, Verantwortung für die hohen Qualitätsstandards in Österreich zu übernehmen und diese aufrecht zu erhalten, denn „das wird der Berufsstand alleine nicht schaffen“.

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Zulassungspflicht für Betäubungsgeräte

Was halten Sie von der geforderten Zulassungspflicht für Betäubungsgeräte?

Ich unterstütze die Forderung uneingeschränkt.
Unglaublich, dass solche Geräte bislang nicht zugelassen werden müssen.
Eine Überprüfung von Seiten des Schlachthofs reicht aus.
Das ist nur wieder eine neue Schikane und ein Wettbewerbsnachteil.