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04.07.2019: Kupieren von Ringelschwänzen in Niedersachsen nur noch in Ausnahmefällen erlaubt

Niedersachsen setzt per Erlass einen nationalen Aktionsplan um, der das Kupieren von Ringelschwänzen bei Schweinen nur noch in nachgewiesenen Ausnahmefällen gestattet. Der Erlass gilt nach Angaben des Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz seit dem 1. Juli 2019. Grundsätzlich ist routinemäßiges Kürzen der Schwänze in der EU seit einigen Jahren verboten. Trotzdem wurde dies in Deutschland noch massenhaft praktiziert, um Verletzungen der Tiere zu vermeiden, wie aus einer Untersuchung der EU hervorging. Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast: „Die gesellschaftliche Akzeptanz der Nutztierhaltung kann nur erhöht und gesichert werden, wenn die Branche sich dafür einsetzt, zukünftig auf nicht-kurative Eingriffe zu verzichten. Der entwickelte Aktionsplan bietet die Chance, betriebsspezifische Schwachstellen zu identifizieren und zu beheben. Ziel ist es auch, die Betriebe auf rechtssicheren Boden zu stellen –und nicht zuletzt- ein
Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland abzuwenden.“ Ein entsprechend von Bund und Ländern erarbeiteter nationaler Aktionsplan wurde von Niedersachsen mittels dieses Erlasses umgesetzt. In dem Aktionsplan werden die Schweine haltenden Betriebe grundsätzlich in zwei Kategorien eingeteilt. Einmal sind dies die Betriebe, die bei kupierten Schweinen keine Probleme mit dem Schwanzbeißen haben. Diese sollten mit einer kleinen Gruppe unkupierter Schweine starten. Treten Verletzungen auf, sollen Verbesserungsmaßnahmen eingeführt werden. Sofern die Haltung in der Kleingruppe gelingt, soll diese schrittweise auf immer mehr Tiere im Betrieb angewendet werden. Schweinehalter, die aufgrund von nachgewiesenen Verletzungen an den Schwänzen oder Ohren der Schweine vorerst nicht mit einer Kontrollgruppe in den Kupierverzicht einsteigen können, müssen die Unerlässlichkeit für den Eingriff durch eine Tierhalter- Erklärung nachweisen. Diese dient beispielsweise zur Vorlage bei der zuständigen Behörde.

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Zulassungspflicht für Betäubungsgeräte

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Unglaublich, dass solche Geräte bislang nicht zugelassen werden müssen.
Eine Überprüfung von Seiten des Schlachthofs reicht aus.
Das ist nur wieder eine neue Schikane und ein Wettbewerbsnachteil.