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12.07.2019: Forscher untersuchen Giftpflanzen auf Wiesen und Weiden

Die Weidesaison ist in vollem Gange. Leider wachsen auf den Wiesen und Weiden nicht nur Futterpflanzen, auch giftige Kräuter wie Jakobs-Greiskraut oder Herbst-Zeitlose mischen sich unter das Grünzeug. Rinder und Pferde können jedoch schwer erkranken, wenn sie diese Pflanzen fressen. ForscherInnen der Stiftung Tierärztliche Hochschule (TiHo) Hannover und der Universität Leipzig untersuchen derzeit in einer Feldstudie, ab welcher Menge das Fressen dieser Giftpflanzen gefährlich für die Tiere wird und ob diese von den Tieren überhaupt gefressen werden. „Mit dem Wissen wollen wir helfen, Besitzern von Grünland im Umgang mit den Giftpflanzen mehr Sicherheit zu geben und so mehr dieser wichtigen Lebensräume zu schützen“, erklärt der Generalsekretär Alexander Bonde der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), die das Projekt finanziell unterstützt. Projektleiterin Dr. Sabine Aboling aus dem Institut für Tierernährung der TiHo sagt dazu: „Bisher ist nicht bekannt, wie viel
Giftpflanzen im Futter enthalten sein dürfen, ohne dass die Tiere Schaden nehmen. Auch ist nicht klar, in welchem Maße sie diese überhaupt zu sich nehmen. Konkret wollen wir in unserer Studie unter realen Bedingungen messen, inwieweit Pferde und Rinder die Giftpflanzen Jakobs-Greiskraut und Herbst-Zeitlose im Heu von selbst meiden.“ Die Untersuchungen sollen helfen, Grenzwerte zu berechnen. Konkrete Zahlen sollen nach Abschluss des Projektes an Landwirte, Tierhalter, Naturschutzverbände und Tierärzte weitergegeben werden. Die Projektpartner hegen die Hoffnung, dass langfristig weniger Pflanzenschutzmittel gegen die Giftpflanzen auf Wiesen und Weiden eingesetzt werden. Zum Thema Weidemanagement finden Pferdebesitzer einen eLearning-Kurs auf www.tierhalter-wissen.de. Der Kurs Weide- und Pferdeentwurmungsmanagement informiert umfassend über die Bepflanzung, den Bewuchs, die Düngung und die Pflege der Weide inkl. der Möglichkeiten der Giftpflanzenbekämpfung.

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Zulassungspflicht für Betäubungsgeräte

Was halten Sie von der geforderten Zulassungspflicht für Betäubungsgeräte?

Ich unterstütze die Forderung uneingeschränkt.
Unglaublich, dass solche Geräte bislang nicht zugelassen werden müssen.
Eine Überprüfung von Seiten des Schlachthofs reicht aus.
Das ist nur wieder eine neue Schikane und ein Wettbewerbsnachteil.