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Weiterer Mechanismus der Resistenzübertragung

05.09.2019

Schweizer Forscher haben einen neuen Mechanismus der Übertragung von Antibiotika- Resistenzen entdeckt, bei der sogenannte Schläfer-Bakterien, die Resistenzen weitergeben können. Klar war bereits bisher, dass resistente Keime dann enstehen, wenn es zu einer Antibiotikabehandlung kommt. Denn dann besitzen Bakterien, die ein Resistenzgen gegenüber dem angewendeten Wirkstoff besitzen einen klaren Überlebensvorteil. Deshalb ist die Verringerung des Antibiotikaeinsatzes wichtig zur Verhinderung der Resistenzentstehung. Die Forscher der ETH Zürich konnten zeigen, dass sogenannte Persister oder Schläfer-Bakterien ebenfalls zur Übertragung von Resistenzen beitragen können. Diese Persister verfallen in einen temporären Dämmerzustand und sind dann nicht mehr für Antibiotika zugänglich. Für
Salmonellen wurde nachgewiesen, dass die Bakterien in diesen Zustand übergehen können, wenn sie das Darminnere verlassen und in Körpergewebe übergehen. Später können sie aus diesem Dämmerzustand erwachen und nicht nur eine Infektion verursachen. Im Versuch mit Mäusen wurde nachgewiesen, dass die Bakterien die Resistenz an andere Mäuse und sogar andere Arten weitergeben können. Dazu werden die vorhandenen Plasmide sehr effektiv an andere empfängliche Bakterien weitergegeben. Der Austausch dieser Gene findet unabhängig vom Vorhandensein von Antibiotika statt. Die Forscher wollen, dass dies bei Mäusen mögliche Phänomen auch bei Nutztieren wie Schweinen, die häufig unter Salmonelleninfektionen leiden, weiter untersucht werden.

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Zulassungspflicht für Betäubungsgeräte

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Unglaublich, dass solche Geräte bislang nicht zugelassen werden müssen.
Eine Überprüfung von Seiten des Schlachthofs reicht aus.
Das ist nur wieder eine neue Schikane und ein Wettbewerbsnachteil.