News

09.09.2019: Ratten als Quellen resistenter Keime

Über Jahrhunderte stellten Ratten eine Bedrohung dar, da sie u.a. den Erreger der Pest auf den Menschen übertrugen. In unseren Breiten ist die Pestgefahr aktuell gebannt, allerdings können Ratten in Großstädten scheinbar ein Reservoir für multiresistente Bakterien darstellen. Dies geht aus einer Studie hervor, die unter Beteiligung der Vetmedunui Vienna an Wiener Ratten durchgeführt wurde. So trugen von den in den Jahren 2016 und 2017 gefangenen und untersuchten Ratten 14,5 Prozent multiresistente Enterobakerien. Dies korreliert mit Untersuchungen aus Berlin und Hongkong, wo 13,6 bzw. 13,9 Prozent der untersuchten Ratten solche Bakterien in sich trugen. Zudem wurden die Ratten noch auf das Vorhandensein von multiresistenten Staphylokokken untersucht. Hier trugen fast 60 Prozent der untersuchten Tiere solche Bakterien in
sich. Die Autoren verweisen darauf, dass die genauen Wechselwirkungen zwischen mit multiresistenten Keimen belasteten Ratten und der Gefahr für die menschliche Gesundheit noch nicht geklärt wurden. Sie halten die Untersuchungsergebnisse trotzdem für besorgniserregend. „Eine der von uns untersuchten Ratten wurde beispielsweise in einem Grünbereich gefangen, der im Sommer von Obdachlosen als Schlafstelle genutzt wird. Diese besondere Situation erhöht das Risiko einer Übertragung der resistenten Bakterien. Grundsätzlich ist für eine Übertragung aber auch eine Vielzahl weiterer Szenarien denkbar. Die Bekämpfung von Ratten, aber auch anderer Nagetiere wie Mäuse, ist und bleibt in Städten deshalb eine wichtige Priorität für die öffentliche Gesundheit“, so die Autoren.

Hinweis

Hier werden immer die 30 aktuellsten Nachrichten angezeigt. Ältere Nachrichten und eine komfortable Suchfunktion finden Sie in unserem Newsarchiv.

Zulassungspflicht für Betäubungsgeräte

Was halten Sie von der geforderten Zulassungspflicht für Betäubungsgeräte?

Ich unterstütze die Forderung uneingeschränkt.
Unglaublich, dass solche Geräte bislang nicht zugelassen werden müssen.
Eine Überprüfung von Seiten des Schlachthofs reicht aus.
Das ist nur wieder eine neue Schikane und ein Wettbewerbsnachteil.