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16.09.2019: Kastenstandhaltung: Gerichtsurteil seit Jahren ignoriert

In Deutschland werden Sauen trotz Verbots weiterhin in viel zu engen und damit tierschutzwidrigen Kastenständen gehalten. Dies führt dazu, dass sich die Tiere bereits häufig ab dem Zeitpunkt der Besamung in Kastenständen über Wochen weder umdrehen noch ausgestreckt liegen können. Laut einem rechtskräftigen Urteils des Oberverwaltungsgerichts Magdeburg aus dem Jahr 2015, müssen Sauen jedoch zu jeder Zeit ihre Beine in Seitenlage austrecken können. Dieses "Recht" der Sauen wird jedoch sowohl von den Landwirten als auch von den Veterinärbehörden vielerorts ignoriert. Von der Politik wird dieses Vorgehen in Hinblick auf wirtschaftliche Gründe geduldet und aufgrund vermeintlicher wirtschaftlicher Zwänge entschuldigt.
Für eine Regierung, die sich Tierwohl und Tierschutz sowie bessere Haltungsbedingungen von Nutztieren auf die Fahnen schreiben möchte, ein skandalöses Verhalten und möglicherweise ein weiterer Grund für Verbraucher, auf den Verzehr von Fleisch aus konventionell wirtschaftenden Betrieben zu verzichten. Nicht zuletzt, da sich das Bundeslandwirtschaftsministerium aktuell in einem Schildbürgerstreich bemüht, den Passus des Liegens in Seitenlage mit ausgestreckten Beinen für die Sauen zu streichen und eine weitere Übergangsfrist von 15-17 Jahren zu schaffen. Dies stellt zweifelsfrei einen erneuten Sieg der Agrarlobby über den Tierschutz und das Tierwohl dar und steht im Widerspruch zu den Wünschen der Mehrzahl der Verbraucher nach mehr Tierwohl!

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Zulassungspflicht für Betäubungsgeräte

Was halten Sie von der geforderten Zulassungspflicht für Betäubungsgeräte?

Ich unterstütze die Forderung uneingeschränkt.
Unglaublich, dass solche Geräte bislang nicht zugelassen werden müssen.
Eine Überprüfung von Seiten des Schlachthofs reicht aus.
Das ist nur wieder eine neue Schikane und ein Wettbewerbsnachteil.