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19.09.2019: Insektensterben in Baden-Württemberg schreitet voran

Die Ergebnisse des Insektenmonitorings aus dem Sommer 2018 und den Monaten April bis Juli diesen Jahres in Baden-Württemberg legen alarmierende Zahlen dar. Andre Baumann, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, erklärt: „Die ersten Daten des landesweiten Insekten-Monitorings sind alarmierend und bestätigen alle Befürchtungen.“ Auf rund 100 Probeflächen wurden während dieser Zeit in den aufgestellten Insektenfallen weniger als fünf Gramm Insektenbiomasse pro Tag gefangen, was viel zu wenig sei, so Baumann weiter. „Diese Menge bestätigt die Erkenntnis aus der Studie des Entomologischen Vereins Krefeld, die als erster Beleg des Insektensterbens gilt.“ In dieser Studie konnte nachgewiesen werden, dass die Biomasse innerhalb der letzten 30 Jahre um bis zu 80 Prozent zurückgegangen ist. „Endgültige Aussagen über
das Ausmaß des Insektensterbens im Land werden wir erst nach der vollständigen Kartierung, voraussichtlich 2021, treffen können. Aber das ist jetzt schon klar: Insektensterben gibt es auch bei uns“, erklärte Eva Bell, Präsidentin der LUBW Landesanstalt für Umwelt Baden- Württemberg, die das Insekten-Monitoring im Auftrag des Umweltministeriums koordiniert. Der Staatssekretär warnt: „Wir haben eine zutiefst besorgniserregende Entwicklung. Insekten übernehmen Schlüsselfunktionen im Ökosystem. Sie zersetzen abgestorbene Materialien, erhalten die Bodenfruchtbarkeit und sind ein wesentliches Glied der Nahrungskette. Allein der Wert der durch Insekten bestäubten Nutzpflanzen beläuft sich weltweit jährlich auf geschätzte 235 bis 577 Milliarden US-Dollar. Umso erschreckender ist der Insektenschwund und umso wichtiger ist es, dass wir alles tun, um ihn aufzuhalten.“

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Zulassungspflicht für Betäubungsgeräte

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Ich unterstütze die Forderung uneingeschränkt.
Unglaublich, dass solche Geräte bislang nicht zugelassen werden müssen.
Eine Überprüfung von Seiten des Schlachthofs reicht aus.
Das ist nur wieder eine neue Schikane und ein Wettbewerbsnachteil.