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19.11.2019: ZDG fordert gesamteuropäische Lösung zum Thema Kükentöten

Der Präsident des Zentralverbandes der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG), Friedrich-Otto Ripke, fordert eine gesamteuropäische Regelung beim Ausstieg aus dem Töten männlicher Eintagsküken. Zudem bezeichnet er die Forderungen der Beteiligten als unehrlich, populistisch und unrealistisch. „Wir brauchen in der Debatte um den von allen Beteiligten gewollten Ausstieg viel mehr Ehrlichkeit und viel weniger populistische Forderungen“, sagt der Präsident. Als unehrlich bezeichnet Ripke beispielsweise die Forderung nach einem sofortigen Ausstieg. Zudem sieht er ein Problem in einem rein deutschen Gesetz, was zur Folge hätte, dass damit lediglich das Tierschutz-Problem ins Ausland verschoben würde. „Unser Bekenntnis gilt: Wir wollen aus dem Kükentöten aussteigen – und zwar so schnell wie möglich“, betont der ZDG-Präsident, der eine lösungsorientierte Rückbesinnung auf die wissenschaftlich belegten Fakten zur Machbarkeit fordert.
Konkrete Lösungsansätze und klare Perspektiven hätte der ZDG dem Ministerium bereits aufgezeigt, so Ripke, der Vorwürfe, die Geflügelwirtschaft spiele auf Zeit, entschieden zurückweist. Durch eine Kombination verschiedener Ansätze wie beispielsweise durch die Geschlechtsbestimmung im Ei mittels Hyperspektral- und Hormonanalyse, durch die Aufzucht der Bruderhähne und durch die Haltung von Zweinutzungshühnern, könnte die Anzahl getöteter Hahnenküken bis 2022 um die Hälfte verringert werden. Dafür jedoch müssten alle Verantwortungsbereiten gemeinsam umsetzbare Lösungen zügig vorantreiben. Dazu gehören die Geflügelwirtschaft, die Wissenschaft, der Markt bzw. die Verbraucher mit einer nötigen höheren Akzeptanz für „Bruderhahn“-Erzeugnisse – und schließlich und vor allem auch die Politik. „Realpolitik mit realistischen Umsetzungsplänen ist gefragt!“, fordert Ripke abschließend.

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