News


Neue wissenschaftliche Empfehlungen der EFSA zur Geflügelpest

18.10.2017
Sachverständige der Arbeitsgruppe für Aviäre Influenza bei der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) haben neue wissenschaftliche Empfehlungen erstellt, mit denen die Bereitschaft der EU im Falle eines Ausbruchs der hoch ansteckenden Tierseuche erhöht werden sollen. Die Empfehlungen basieren dabei auf der Auswertung der Informationen über die Geflügelpest- Ausbrüche der vergangenen Jahre. Eine der wichtigsten Empfehlungen ist, dass insbesondere in der Grippesaison tot aufgefundene Wasservögel den Veterinärbehörden gemeldet werden sollen. Dann könnten diese auf den Erreger untersucht werden und ggf. die entsprechenden Maßnahmen frühzeitig eingeleitet werden. Auch sollten in Gefangenschaft lebende Wasservögel wie Gänse und Enten auf Influenzaviren untersucht werden, da sie leicht mit Wildvögeln in Berührung kommen und unter Umständen das Virus weiterverbreiten können. Zudem sollten Landwirte Maßnahmen zur Erhöhung der Biosicherheit treffen. Dabei sollte der Kontakt zwischen Geflügel und Wildvögeln unterbunden werden. Dies kann durch Netzte erfolgen oder aber auch dadurch, dass die Tiere während der Grippehochsaison im Stall bleiben. Grundsätzlich sind Wildvögel, die von Nordosten oder Osten in die EU kommen, der wahrscheinlichste Weg des Eintrags von Geflügelpestviren in die EU.

EFSA
Vetion Fokusthema: Aviäre Influenza / Geflügelpest


Kastration freilebender Katzen in Schleswig-Holstein wird wieder gefördert

18.10.2017
Bereits seit Herbst 2014 bis zum Herbst 2016 ist im Rahmen eines Pilotprojektes die Kastration freilebender Katzen in Schleswig-Holstein gefördert worden und es wurden insgesamt über 10.000 Tiere kastriert. Ziel ist es, die Population der freilebenden Streunerkatzen mittelfristig zu verringern und auch das damit verbundene Tierleid zu verhindern. Seit dem 16. Oktober 2017 wird die Aktion erneut durchgeführt. Es handelt sich hier um eine Gemeinschaftsaktion von Tierschutzverbänden, Tierärzteschaft, Kommunaler Familie, Landesjagdverband und dem Land Schleswig- Holstein. Die Tierärzte verzichten dabei auf einen Teil des Honorars. Die Restkosten von 59 bzw. 115 Euro -je nachdem ob es sich um einen Kater oder eine Katze handelt- werden aus einem Fonds übernommen. Wer eine Katze zur Kastration bringt, muss einen entsprechenden Vordruck ausfüllen und bestätigen, dass es sich um eine freilebende Katze handelt. Das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung Schleswig-Holstein hat 180.000 Euro für diese Aktion eingestellt. Der Deutsche Tierschutzbund wird 30.000 Euro für die Kastrationen bezahlen, der Landesverband 10.000 Euro, der Landestierschutzverband Schleswig-Holstein 5.000 Euro und die AG Wildtierstationen 1.000 Euro. Die Aktion soll bis zum 10. November 2017 laufen. Sollten die zur Verfügung stehenden Mittel früher erschöpft sein, wird die Aktion durch die Tierärztekammer Schleswig-Holstein vorzeitig abgebrochen.

Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Schleswig-Holstein

Thüringer Wolfshybriden sollen aus Population entnommen werden

18.10.2017
In Thüringen wurde zweifelsfrei festgestellt, dass es sich bei dem Nachwuchs der Wölfin auf dem Truppenübungsplatz Ohrdruf um Hybride aus Wolf und Hund handelt. Diese "Mischlinge" sollen aus der Population entnommen werden, wie das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz mitteilt. Die Grundlage dafür legt der Wolfsmanagementplan aus dem Jahr 2013. Darin wurde bereits festgelegt, dass solche Hybriden entnommen werden müssen. Grundsätzlich ist dabei sowohl das Einfangen als auch der Abschuss der Tiere möglich. In diesem Fall wird aber vom Bundeskompetenzzentrum Wolf der Abschuss der Tiere empfohlen. Grundsätzlich soll mit der Entnahme von Hybriden verhindert werden, dass der genetische Zustand der wildlebenden Wolfspopulation durch das Einbringen von Hundegenen verändert und die Überlebensfähigkeit der Tiere eingeschränkt wird, da Wölfe besser an das Überleben in freier Wildbahn angepasst sind als Haushunde. Die Pläne zur Entnahme beziehen sich nur auf Hybriden. Die Wölfin selbst soll nicht entnommen werden. Allerdings weist das Ministerium daraufhin, dass sich das Tier in einem so großen Gebiet nicht vollständig von Hunderüden abschirmen lässt. Allerdings seien hier alle Hundehalter aufgefordert, ihre Hunde nicht unbeaufsichtigt zu lassen und so das Risiko zu minimieren.

Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz


Teamwork ist bei Wölfen besser ausgeprägt als bei Hunden

18.10.2017
Toleranz und Kooperationsbereitschaft - auf solche Eigenschaften wurde bei der Domestikation des Hundes viel Wert gelegt. Aber macht die Zucht den besten Freund des Menschen auch zu einem besseren Teamplayer als den Wolf? Dies könnte man meinen und die gängigen Hypothesen lauteten auch so. Doch Forscher der Veterinärmedizinischen Universität haben diese These widerlegt. In ihrem Versuch konnten sie zeigen, dass der Wolf der deutliche bessere Teamplayer ist als der domestizierte Hund. In dem Versuchsaufbau ging es darum, dass die Tiere nur an ein Leckerchen gelangten, wenn sie zusammenarbeiteten. Wölfen gelang dies. Die im Rudel lebenden Hunde des Versuchs zeigten dagegen zwar ebenfalls Interesse an den Aufgaben. Sie waren aber nicht in der Lage zu kooperieren und gelangten deshalb nicht an das Futter. Die Forscher sehen aber auch andere Gründe dafür, dass der Wolf dem Hund in dem Versuch überlegen war. Wölfe ziehen in freier Wildbahn ihre Jungen gemeinsam auf und gehen auch gemeinsam auf die Jagd. Freilebende Hunde dagegen ziehen ihre Welpen alleine auf und jagen meist auch alleine. Den Wölfen scheint das Teamwork also eher im Blut zu liegen. Andere Studien zeigten zwar, dass auch Hunde in der Lage sind, gut zusammen zu arbeiten. Allerdings spielt hier die Erziehung durch den Menschen die entscheidende Rolle. Leben mehrere Hunde in einem Haushalt, werden sie so erzogen, dass sie sich gegenseitig tolerieren und miteinander kooperieren. Freilebenden Hunden dagegen fehlt dieser erzieherische Druck.

Vetmeduni Vienna


Gericht stoppt Bau einer großen Schweinemastanlage im brandenburgischen Haßleben

17.10.2017
Im brandenburgischen Haßleben sollte eine weitere große Anlage zur Schweinemast mit knapp 40.000 Mastplätzen entstehen. Den Bau der bereits im Jahr 2013 genehmigten Anlage hat nun ein Gericht aus bauplanungsrechtlichen Gründen erstmal gestoppt, nachdem Umweltaktivisten und Tierschützer gegen den Bau geklagt hatten. Ursprünglich sollte die Mastanlage sogar 80.000 Schweine umfassen, etwa 37.000 Plätze wurden jedoch nur genehmigt. Landesumweltamt und Investor kündigten inzwischen Berufung an, notfalls bis zum Bundesverwaltungsgericht.

Proplanta

Größter illegaler Tiertransport in Deutschland gestoppt 17.10.2017
Bayerischer Tierschutzpreis verliehen 17.10.2017
Procalcitoningabe reduziert Dauer der Antibiotikatherapie und verringert Mortalitätsrate 17.10.2017
EU-Kommission senkt Hürden für Lebensmittelspenden 17.10.2017
Strategie zur Ausmerzung von zoonotischer und boviner Tuberkulose 16.10.2017
Erstmals PRRS-resistente Ferkel geboren 16.10.2017
Europäischer Tierarzneimittelverband stellt sich neu auf 16.10.2017
Geflügelpest in den Niederlanden 16.10.2017
Forschungsverbund nimmt zoonotisches Potential von Bornaviren unter die Lupe 13.10.2017
Verbraucher sind skeptisch bei Behandlungen von Nutztieren 13.10.2017
Usutu-Virus in Österreich wieder vorgekommen 13.10.2017
Der Star ist Vogel des Jahres 2018 13.10.2017
Weiterer Diplomate an der Vetmeduni Wien 12.10.2017
One Health-Ansatze steht im Mittelpunkt des Nationalen Symposiums für Zoonosenforschung in Berlin 12.10.2017
Studiengang Agrar erfreut sich wachsender Beliebtheit 12.10.2017
ESCCAP weist auf die Bedeutung der regelmäßigen Entwurmung von Hund und Katze hin 12.10.2017
Anträge zur Förderung gefährdeter Nutztierrassen bis Mitte November stellen 12.10.2017
Bei Einsendung von Bienenproben auf richtiges Material achten 12.10.2017
Deutscher Tierschutzpreis 2017 verliehen 12.10.2017
Hundehalter sollten jetzt Leuchthalsbänder verwenden 11.10.2017
Ökolandbau in Niedersachsen wieder auf Wachstumskurs 11.10.2017
Weiterer entlaufener Wolf im Landkreis Regen erschossen 11.10.2017
Milchpreise legten im August in der EU noch einmal zu 11.10.2017
Gemeinsame Empfehlungen von FLI und Jägerschaft zum Umgang mit der ASP 11.10.2017
Zweitägige Tierseuchenübung in Mecklenburg-Vorpommern 10.10.2017

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Datum: 18.10.2017 >>>>

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ATF: Verhaltenstherapie, Modul 9: Tierschutz bei der Haltung von Klein- und Heimtieren – Vermeidung haltungsbedingter Verhaltensprobleme
vom 14.10.2017 bis 15.10.2017 >>>>

BpT-Jahreskongress 2017
vom 19.10.2017 bis 21.10.2017 >>>>

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