Tierärzte zeigen Zusammenhalt auf Bayerischen Tierärztetagen

Symposium Tiermedizin auf dem BLTK 2019 in Nürnberg

Vom 30.5. bis 2.6.2019 fanden in Nürnberg die 29. Bayerischen Tierärztetage statt. Es reisten rund 1.600 Kolleginnen und Kollegen an und trafen sich nicht zuletzt auch zu einem regen Austausch in der Meistersingerhalle in Nürnberg.

Das fachliche Vortragsprogramm wies durchweg einen großen und nützlichen Praxisbezug auf und führte die Aufgaben der praktizierenden Tierärzte mit denen der Kolleginnen und Kollegen vom Veterinäramt zusammen. „Die Zusammenarbeit und das an einem Strang ziehen zum Erreichen eines Ziels sowie der Einbringung des tierärztlichen Sach- und Fachverstandes stand und steht in Bayern ohnehin im Fokus und wird von beiden Seiten auch gelebt“, freut sich die Vizepräsidentin der Bayerischen Landestierärztekammer, Dr. Iris Fuchs.

Bayerische Beispiele dafür sind die Bekämpfung und das Krisenmanagement der Blauzungenkrankheit, mehr Tierschutz durch Bestandsbetreuung in Problembetrieben, denn die Probleme müssen im „Stall“ gelöst werden, und die neue Begleitzettel-Initiative bei der Milchprobenuntersuchung, bei der die Molkereien bei der Wirkstoffuntersuchung stärker in die Pflicht genommen werden.

Grundsätzlich zeichneten sich die Bayerischen Tierärztetage durch eine gute Stimmung aus. Man merkte, die Anwesenden wollen etwas bewegen und zwar pro Tier und pro Tiermedizin. Denn Tiermedizin bedeutet Gesundheit für Tier und Mensch. So lautete auch das diesjährige Kongressmotto, wozu es am Freitag das gleichnamige Symposium mit Impulsreferaten und einer Podiumsdiskussion gab. Unter anderem diskutieren die Präsidenten der Bayerischen Landestierärztekammer, des Bundesverbandes der beamteten Tierärzte und des Bundesverbandes praktizierender Tierärzte. Zudem gaben die Bayerischen Tierärzte eine gemeinsame Forderung an Bund und Länder nach einer verbesserten Tierseuchen-Vorsorge heraus.

Konkret forderten sie, den Impfstoffbedarf rechtzeitig risikoorientiert zu analysieren, damit pharmazeutische Unternehmer die Produktion angepasst planen können. Außerdem sind bundesweit einheitliche Präventionsstrategien/-maßnahmen für Länder und Regionen festzulegen, wobei das Bundeslandwirtschaftsministerium hier die Steuerungsaufgaben im Sinne der staatlichen Tierseuchenbekämpfung intensiver wahrnehmen muss. Gleichzeitig begrüßten sie die jüngst mit Spanien getroffenen Vereinbarungen zu einer Verbringung der Kälber aus Restriktionsgebieten.

Die nächsten Bayerischen Tierärztetage finden vom 13.-16. Mai 2021 statt.

Dr. Julia Henning
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