Legehennenhaltung


Legebatterie

Die Mindestanforderungen für die Haltung von Legehennen definiert in Deutschland die Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung auf Basis des Tierschutzgesetzes in Verbindung mit den EU- Vermarktungsnormen für Eier. Bei der Haltung von Legehennen ist generell eine Vielzahl von Kriterien zu berücksichtigen, die in einem komplexen Zusammenhang zueinander stehen. Wichtige Aspekte sind das Wohlbefinden der Tiere, die Eiqualität, der Umweltschutz und die Wirtschaftlichkeit. Damit sich eine Legehenne wohlfühlen kann, sind verschiedene Parameter zum Tierschutz, zum Verhalten, zur Umwelt und zur Tierbetreuung zu beachten.
Alle zugelassenen Haltungsformen genügen diesen Anforderungen in unterschiedlich hohem Maße. Bis vor wenigen Jahren stammte der überwiegende Teil der in Deutschland produzierten Konsumeier aus der konventionellen Käfighaltung. Diese ist seit dem 1. Januar 2010 in Deutschland endgültig verboten. Deutschland setzte die diesbezügliche EU-Richtlinie (1999/74/EG) damit bereits zwei Jahre früher als vorgeschrieben um.

Aktuelle Situation
Dieses Verbot und ein Umdenken im Kaufverhalten der Verbraucher begleitet von einem gesellschaftlichen Trend hin zu mehr Tierschutz haben zu einem massiven Strukturwandel in der Legehennenhaltung in Deutschland geführt. Derzeit bevölkern rund 39,6 Millionen Legehennen die deutschen Eierzeugerbetriebe. Im Jahr 2008 wurden noch ca. 62 Prozent der Legehennen in Käfigen untergebracht. Anstelle des überholten konventionellen Käfigsystems gibt es nun die sogenannte Kleingruppenhaltung, die lediglich ein etwas erhöhtes Platzangebot und bestimmte Einrichtungen wie Nester und Sitzstangen bietet. Diese Haltungsform stellt allerdings längst nicht mehr die Mehrheit der Haltungen. Aktuell (Stand Jun. 2016) beträgt der Anteil der Kleingruppenhaltung nur noch ca. 9 Prozent. Zwei Drittel (64 Prozent) aller Legehennen leben stattdessen in Bodenhaltung. Damit hat sich der Anteil der Bodenhaltung seit 2008 um das Dreifache erhöht. Auch der Anteil der in Freilandhaltung lebenden Legehennen hat sich gesteigert. Hier kam es zu einem Anstieg um etwas mehr als sechs Prozentpunkte auf 18. In der ökologischen Erzeugung leben derzeit 9,0 Prozent der Legehennen. 2008 waren es erst 5,1 Prozent.

Rechtliche Lage
Nachdem zu Beginn des Jahres 2010 die konventionelle Käfighaltung in Deutschland verboten wurde, ist die politische Zukunft der Legehennenhaltung stark umstritten. Schon 2010 erklärte das Bundesverfassungsgericht aufgrund einer Normenkontrollklage, die vom Bundesland Rheinland-Pfalz eingereicht worden war, dass die Kleingruppenkäfighaltung gegen den Tierschutz und damit gegen das Grundgesetz verstoße. Die Einigung über eine Übergangsfrist der Kleingruppenhaltung bis 2025 scheiterte im März 2012, nachdem sich der Bundesrat dafür ausgesprochen hatte und die Bundestagsfraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen mit Nachdruck auf deren Umsetzung gedrängt hatten. Die schwarz-gelben Koalitionsfraktionen stimmten jedoch dagegen und kippten so den Beschluss des Bundesrats. Auf Grund dieser Ereigniskette ist es seit dem 1. April 2012 Ländersache, wie mit der Legehennenhaltung in Zukunft verfahren wird.

Dieses Fokusthema informiert Sie darüber, wie die aktuell zugelassenen Haltungsverfahren genau aussehen, welche Vor- und Nachteile für Hühner und Verbraucher sie bieten und wie man ein glückliches Huhn eigentlich erkennt.




Anforderungen an Haltungseinrichtungen für Legehennen >>>


Vor- und Nachteile der verschiedenen Haltungssysteme >>>


Bewertung von ausgestalteten Käfigen/Kleingruppenhaltung >>>


Natürliches Verhalten und Verhaltensstörungen >>>


Das Leben einer Legehenne >>>


Eier - Kennzeichnung und Qualitätssicherung >>>

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