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Tierwohl und Landwirtschaft 4.0 standen im Fokus der Grünen Woche vom 03.02.2017

In Berlin fand in den Messerhallen unter dem Funkturm vom 20.-29.1.2017 die Internationale Grüne Woche statt. Sie zählt zu den Trendsetter-Messen in Sachen Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau. In diesem Jahr standen im Bereich Landwirtschaft die Themen Tierwohl, Tiergesundheit sowie die Neuausrichtung der Nutztierhaltung in Deutschland und die Sicherheit der Nahrungsmittel im Fokus der Messe.

Hierzu gab es zahlreiche Veranstaltungen, u.a. auch von der Bundestierärztekammer, die am 24.1. zu einem Pressegespräch zum Thema „Der Schutz vor übertragbaren Krankheiten und Einsatz für sichere und hygienisch einwandfreie Lebensmittel – Tierärzte in Verantwortung für die Gesundheit von Mensch und Tier“ geladen hatte.

Als Referenten waren Prof. Dr. Dr. Andreas Hensel vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Prof. Dr. Michael Bülte von der JLU Gießen, Prof. Dr. Stefan Schwarz und Dr. Matthias Link eingeladen. Außerdem waren der Präsident der BTK, Dr. Uwe Tiedemann sowie der Präsident des Bundesverbands der praktizierenden Tierärzte (bpt), Dr. Siegfried Moder und der Präsident des Bundesverbands der beamteten Tierärzte (bbt), Dr. Holger Vogel anwesend.

„Die Gesundheit von Mensch und Tier ist untrennbar. Die Gewährleistung des Anspruches auf Lebensmittelsicherheit kann nur unter Berücksichtigung der gesamten Lebensmittel- Wertschöpfungskette, quasi vom Stall bis auf den Teller, erreicht werden. Und genau hier sind es wir Tierärzte, die durch die ihre breite und fundierte Ausbildung besonders befähigt sind, den Verbraucherschutz zu gewährleisten,“ erklärte Tiedemann.

Hensel erklärte, er sehe auf die Tierärzte künftig neue diagnostische Herausforderungen zukommen sowie die Notwendigkeit, neue Impf- und Hygienestrategien zu entwickeln. Nur so können Zoonosen und lebensmittelbedingte Krankheiten erfolgreich bekämpft werden. Eine weitere Grundvoraussetzung für den Erfolg sei jedoch auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit. Dies betreffe auch die Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen sowie den Erfolg von Monitoring- und Überwachungsmaßnahmen. Es gehöre aber auch eine angemessene und aktive, glaubwürdige Kommunikation mit den Verbrauchern und Tierschützern sowie Landwirten dazu.

Bülte wies darauf hin, dass 40 Prozent der nach dem Infektionsschutzgesetz (IFSG) meldepflichtigen Erreger durch Lebensmittel übertragbar sind, daher käme den Tierärztinnen und Tierärzten eine große Bedeutung bei der Lebensmittelkontrolle und Überwachung zu.

Schwarz unterstrich nochmal die dringende Notwendigkeit h, dass Tierärztinnen und Tierärzte Antibiotika gemäß den Leitlinien der Bundestierärztekammer einsetzen müssen. Diese seien jedem Tierarzt jeder Tierärztin zugeschickt worden. Zudem stünden sie im Internet zur Verfügung, ebenso wie die kostenfreie Schulung zur Antibiotikaminimierung von VetMAB.de.

Link griff als Leiter der Arbeitsgruppe Bestandsbetreuung der Bundestierärztekammer zum Ende das Thema Integrierte tierärztliche Bestandsbetreuung (ITB) in der Nutztierhaltung auf. In seinen Augen ist sie ein sehr wichtiges Instrument, einen bundesweit einheitlichen Tiergesundheitsindex in der Nutztierhaltung zu etablieren und in einer Tiergesundheitsdatenbank zusammenzufassen. So sei eine Verbesserung der Tiergesundheit messbar, die auch zu mehr Tierwohl führe.

Um die ITB ging es auch in der Podiumsdiskussion des Bundesverbands der praktizierenden Tierärzte am 26. Januar auf der IGW. Wieder mit dabei Gastgeber Moder, Link und Hensel sowie die Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik Dr. Kirsten Tackmann (Die Linke), Dr. Sabine Thissen (SPD) und Friedrich Ostendorff (Bündnis90/Die Grünen). Den Deutschen Bauernverband vertrat Dr. Sophia Schulze-Geisthövel. Moderiert wurde die Veranstaltung von Jörg Held.

Thema der Diskussion war die Frage, ob die Einführung einer Bestandsbetreuungspflicht Tierwohl und Tiergesundheit voranbringt und dadurch das Vertrauen und die Akzeptanz der Verbraucher zurückgewonnen werden kann. Zwar hielten die ITB alle Anwesenden für eine gute Möglichkeit, die Tiergesundheit zu verbessern. Uneinigkeit bestand jedoch ob der Notwendigkeit einer verpflichtenden Einführung für alle nutztierhaltenden Betriebe. Während die Politiker an dieser Stelle unter bestimmten Bedingungen und einer angemessen langen Vorbereitungszeit für eine solche verpflichtende Maßnahme plädierten, sprachen sich Schulze-Geisthövel und Link zwar für die Bestandsbetreuung, aber gegen eine weitere, mit noch mehr Bürokratie verbundene Maßnahme aus.

Die Internationale Grüne Woche Berlin 2017 hat rund 400.000 Messe- und Kongressbesucher angelockt. Das konsumfreudige Publikum gab in den 10 Tagen in den Messehallen am Funkturm rund 48 Millionen Euro aus.


Links / Literatur

Bearbeitet von:
Dr. Julia Henning
Vetion - Team
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