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21.08.2019: Neuer Wirkstoff gegen Tuberkulose zugelassen

Ein mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) entwickelter Wirkstoff hat eine Zulassung zur Behandlung von extrem resistenter Tuberkulose erhalten. Die Zulassung wurde von der US-amerikanischen Zulassungsbehörde FDA für den Wirkstoff Pretomanid erteilt, der von der gemeinnützigen Organisation TB Alliance entwickelt wurde. Bundesministerin Anja Karliczek (CDU) sieht darin einen wichtigen Schritt im Kampf gegen diese immer noch sehr bedeutsame Infektionskrankheit. Jedes Jahr erkranken weltweit noch mehr als 10 Millionen Menschen an der bakteriellen Infektion. Für rund 1,4 Millionen endet eine Infektion letal. Ein großes Problem bei der Behandlung ist der hohe
Anteil resistenter Bakterien, gegen die die herkömmlichen Wirkstoffe nicht mehr helfen. Zudem treten 98 Prozent der Neuinfektionen in Entwicklungs- und Schwelllenländern auf, was die Attraktivität zur Neuentwicklung von Wirkstoffen für die Industrie stark einschränkt. Deshalb hatte die Bundesregierung seit 2016 die TB Alliance mit rund 20 Millionen bei der Entwicklung neuer Therapien unterstützt. Zur Behandlung werden neben dem neuen Wirkstoff zwei weitere Wirkstoffe eingesetzt. Mit dieser Kombinationstherapie ist die Heilungsrate in Studien von 35 auf über 90 Prozent angestiegen. Zudem kann das bisherige Therapieschema von 18 auf sechs Monate verkürzt werden.

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Zulassungspflicht für Betäubungsgeräte

Was halten Sie von der geforderten Zulassungspflicht für Betäubungsgeräte?

Ich unterstütze die Forderung uneingeschränkt.
Unglaublich, dass solche Geräte bislang nicht zugelassen werden müssen.
Eine Überprüfung von Seiten des Schlachthofs reicht aus.
Das ist nur wieder eine neue Schikane und ein Wettbewerbsnachteil.